#7 Nothing Will Change Unless You Do

Neues Jahr Neues Glück, New Year New me…

Solche Sprüche kennt man ja in und auswendig und tauchen jedes Jahr wieder aufs neue auf. Damit kommen auch immer die typischen neu Jahrs Vorsätze wie: „Von jetzt an esse ich nur noch gesund und gehe jeden Tag zwei Stunden lang joggen“.

Aber wie viele halten diesen Vorsatz in Wirklichkeit? Wie viele machen einfach so weiter wie sie es am 31.12 um 23.59 Uhr getan haben? Und wie viele denken, dass die Veränderung mit dem Glockenschlag im neuen Jahr wie von Zauberhand beginnt?

Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen jeder zweite.

Obwohl das neue Jahr einen frischen Anfang und Motivation bietet, liegt das Problem darin, dass jeder denkt er müsse nichts dafür tun da im neuen Jahr sowieso der Erfolg von ganz alleine kommen wird. Nun ist es logischer Weise nicht so weil die Veränderung nicht mit einem neuen Jahr anfängt, sondern mit sich selbst. Dafür muss man sich aber auch erreichbare Ziele setzen für die man die grobe Richtung des Weges schon kennt. Wenn ich fragen würde wer denn weiß wie er seine Vorsätze halten wird, würde mir wahrscheinlich kaum einer eine richtige Antwort liefern können.

Während sich die Vorsätze der Meisten wahrscheinlich hauptsächlich um ihre physische Erscheinung drehen, denken die wenigsten daran, dass bevor man sein Ziel in Kampf nehmen kann man die richtige Denkweise, oder was es besser ausdrückt:“mindset“, braucht. Das lässt sich am Besten durch die all bekannte „mind body connection“ ausdrücken. Was dein Wille deinem Körper sagt passiert.

Was ist dann das Problem mit dem oben genannten Vorsatz dass man von nun an nur noch gesund esse und jeden Tag zwei Stunden lang joggen gehe?

Im Grunde nichts, aber wenn man keine Antwort auf fragen wie: „Was bedeutet eine ausgewogene, gesunde Ernährung? Wo bekommst du deine Nährstoffe her? Wann schiebst du dein Joggen in deine Tagesablauf ein? Warum machst du nur Cardio? und am wichtigsten: Was willst du damit erreichen?“ kennt, wird man das ganze wahrscheinlich nach dem dritten Tag aufgeben.

Für dieses alljährliche Verhalten unserer Gesellschaft gibt es natürlich wie für alles Andere auch einen passenden Snapchat Filter der dieses darstellt. Während die Filter vom 01.01 bis 03.01 „2017, key to success“ und „2017- my Year“ lauteten, zeigt der neue Filter vom 04.01 den Schriftzug :“At least I tried“. Das verdeutlicht einfach nur noch auf ironischster Weise, dass jeder genau weiß was, nachdem die Neujahrs-Freude nachgelassen hat, passiert- nämlich (meistens) gar nichts!

Weil vor Allem wenn die Antwort auf die gestellte Frage“Was willst du damit erreichen?“ „Abspecken“ lautet ist es klar, dass das Vorhaben scheitern wird. Der Grund? Man wird nie Erfolgserlebnisse haben wenn das Ziel viel zu wage ist. Um bei dem Jogging-Beispiel zu bleiben sollte das Ziel nicht Gewicht verlieren heißen sondern Ich möchte am Ende des Jahres xy viele Kilometer rennen können, oder ich möchte meine Runde ohne Pause schaffen. Ich möchte darauf achten, dass ich meine täglichen Vitamine, Proteine und Kohlenhydrate etc. durch natürliche Mahlzeiten einnehmen. Ich möchte jeden Tag mindestens meine zwei liter Wasser trinken, und so weiter.

Letztes Jahr habe ich mir natürlich auch Vorsätze gefasst. Der erste war offensichtlicher Weise Alles zu tun um in die USA zu gelangen- und wo bin ich im Moment? USA!

Wäre ich hier wenn ich es einfach gelassen hätte nachdem ich gesehen hatte wie viele Organisationen es gibt und wie viel so ein Auslandsjahr kostet? Wäre ich hier falls ich damit Zeit verschwendet hätte traurig zu sein als ich das Stipendium nicht bekommen hatte? Wäre ich hier wenn ich all Denjenigen geglaubte hätte die sagten ich könne es nicht schaffen ein komplettes Jahr von Deutschland weg zu sein?

Mit 100 prozentiger Sicherheit kann ich sagen: NEIN.

Genauso wie ich mein Ziel am Ende des Jahres einen Spagat zu können geschafft habe, habe ich es in die USA geschafft, aus dem einfachen Grunde weil ich mich an mein Motto „dream. believe. achieve“ gehalten hatte, oder wie man im Deutschen sagt:“ Wo ein Wille da ein Weg“.

Als ich endlich meinen Spagat geschafft habe

Was meinen ganzen Punkt eigentlich schon zusammen fasst, denn jeder Einzelne hat Alles was er braucht um sein Ziel zu erreichen und wenn man auf seinem Weg ab und zu einen Zwischenstop macht und zurück schaut wie weit man schon gekommen ist, kann auch jeder sein Ziel erreichen.

Deshalb ist mein diesjähriger Vorsatz mich mehr auf meine mentale Stärke zu konzentrieren. Obwohl mir mein Auslandsjahr schon einen ziemlich guten Neustart verschaffen hat, möchte ich mich in meiner zweiten hälfte und dem restlichen 2017 vor Allem selbstständiger machen und an erster Stelle unhabhängig von der Meinung und dem Tun anderer sein indem ich mich darauf konzentriere was für mich das Beste ist.

Ich weiß nämlich jetzt schon, dass wenn ich zurück komme ich mit Sicherheit anders aussehen und mich ander verhalten werde, und wenn man in einem Städtchen wie Ellwangen anders aussieht man auch mal schiefe Blicke zugeworfen bekommt. Dennoch möchte ich mich nicht mehr von der Meinung sogennanter „Freunden“ unterkriegen lassen. Zum Beispiel ist mir auch bewusst dass nicht jeder diesen Blog gut findet, eben genauso wie nicht jeder Erdnussbutter gut finden kann, c´est la vie! Mein Ziel ist es trotzdem ab jetzt jede Woche einen Blogeintrag online zustellen egal ob es einen stört oder nicht. Aus dem einfachen Grund weil es mir Spaß macht und mir hilft meine Erlebnisse festzuhalten und mein Schreiben zu verbessern, und dem der dieser Blog gefällt mache ich dabei auch eine Freude.

Mit Selbstständigkeit meine ich auch selbst, also auf eigenen Beinen zu stehen. Sodass der eigene Stand stark und aufrecht genug ist um die negative Energie Anderer an mir abprallen zu lassen, ebenso wie mir schon vor zwei Jahren niemand sagen konnte dass ich es nicht in den USA schaffen werde.

Auf der anderen Seite möchte ich jedoch sicher gehen, dass ich auch harsche Kritik konstruktiv entgegen nehmen kann und somit aus wirklich Allem etwas herausgewinnen kann das für mich von Vorteil ist. So versuche ich zum Beispiel während meines J-term´s, das sich doch als klassisches Ballet herausgestellt hat, die ab und an runterziehende Kritik als Lernmöglichkeit zusehen, da ich weiß, dass dieses Stück sehr anspruchsvoll ist. Aber das einzige was passieren kann ist, dass ich bei jeder noch so wackligen Pirouette besser werde weil ich weiß dass ich mein Bestes gebe.

Auf ein Neues!

Ich bin zwar noch nicht in der Arbeitswelt, aber ich weiß, dass man nicht immer für Alles gelobt wird und es sicher Momente gibt indenen man an seinem Können zweifelt. Solange ich aber noch Schüler bin wird mir die Option, dass ich durch Fehler lerne quasi auf einem Silbertablett serviert. Während man wenn man einen Job hat nicht ganz so viele Risiken gehen kann, da sein Einkommen, und damit sein Leben, davon abhängt. Deshalb sollte man meiner Meinung nach als Schüler jede Möglichkeit ausprobieren und während den noch so schlechten Erfahrungen an sich wachsen denn mehr als eine schlechte Note kann einem seine Schule nicht geben solange einem die negative Energie nichts anhaben kann.

Obwohl für mich das neue Jahr wegen den oben genannten Gründen ziemliche Bedeutung hat, wurde das Neue Jahr in meiner Gastfamilie nicht allzu groß gefeiert. Wir hatten uns ziemlich kurzfristig dazu entschieden mit dem Auto in Saint Paul rumzukurven und von der Oma selbstgestrickte Hüte und Essen an Obdachtlose auszuteilen. Es war unglaublich wie berührend und erfüllend die Reaktionen der Menschen waren. Es hat sich einfach schön angefühlt zu geben und andere Glücklich zu machen. Anschließend sind wir noch in dem schickeren Stadtviertel rumgefahren und haben Weihnachtsbeleuchtungen angeschaut. Um 12 Uhr sind wir dann schließlich raus auf die Veranda gegangen und haben in die wirklich komplett Stille Nacht rein gejubelt und auf Töpfen rumgeschlagen um das neue Jahr willkommen zu heißen.

Dieser Abend hat mir wirklich bewusst gemacht, dass ich mich zurück in Ellwangen wieder mehr sozial engagieren möchte. Mir sind erst dieses Jahr in einer neuen Kultur komplett die Augen geöffnet worden, und was ich gesehen habe war eine kaputte selbstsüchtige Welt in der Dankbarkeit und Selbstlosigkeit fehlt. Wenn ich im nächsten Jahr auch nur ein kleines Bisschen dazu beitragen kann für eine Person das Leben erträglicher zu machen bin ich voll und ganz dazu bereit.

Um meine vielen Pläne strukturiert zu verfolgen setze ich mir jede Woche ein Ziel das ich erreichen möchte um regelmäßige Erfolgserlebnise vorweisen zu können, und vor Allem möchte ich diese Erfolge festhalten um am Ende des Jahres zurück blicken zu können auf das was ich in 365 Tagen leisten konnte.

Das wird mir auch dabei helfen keine Zeit mehr mit erschöpfenden Dingen zu verschwenden die mir nichts als Energie und Zeit rauben aber mir nichts zurück geben. Dazu gehört auch damit aufzuhören zu Allem und Jedem Ja zu sagen. Wie schon erwähnt macht es mir unglaublich Spaß anderen zu helfen, aber wenn man nichts aus seinen Tätigkeiten herausziehen kann was einen selbst erfüllt ist der Spaß vorbei – und das sollte er nicht, insbesondere da man nicht unendlich viel Zeit hat. Ich heiße nicht umsonst „busy-Izzy“ ;).

Mehr Zeit für schöne Dinge im Leben- so habe ich den ersten Januar verbracht

Damit komme ich wieder zurück zu meiner Kernaussage, nämlich dass sich All meine Ziele und Herausforderungen die mich während meines Auslandsaufenthaltes und dem restlichen Jahr nicht ohne mentale Stärke bewältigen lassen werden.

Ich kann nicht erwarten, dass Alles im Leben gut läuft aber ich glaube, dass Alles aus einem Grund passiert und dass es unsere Aufgabe ist als Gesellschaft und als Individuum ist die Möglichkeit zu ergreifen um aus Fehlern Stärke zu gewinnen und uns somit bereit für die nächst Herausforderung zu machen ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Mit diesem etwas anderen motivations Blogpost hoffe ich, dass jeder von euch einen guten Start in das Jahr 2017 hatte und somit die Chance auf einen neu Anfang nutzt. Wobei man bitte nicht vergessen sollte, dass 2017 nicht einfach, wie es so schön heißt,  „dein Jahr“ wird nur weil es ein neues Jahr ist. Um eine Veränderung zu erzielen muss man ersteinmal seine innere Kraft stärken und von dort an Schritt für Schritt seinen Weg in das nächste Jahr gehen.

Es gibt 365 Tage im Jahr, 365 neue Chancen- warum eine verschwenden?


xoxo,

Isi♥

3 Kommentare

  1. Amelie Fischer sagt: Antworten

    Liebe Isi,
    dein Blogpost ist gelungen wie immer!
    Danke für all die motivierenden Worte!
    Ich sehe in dir eine ähnliche Veränderung vorgehen wie in mir um die selbe Zeit vor einem Jahr und ich kann dir nicht sagen, wie glücklich und auch stolz mich das macht. Ich wünsche dir weiterhin eine unvergessliche Zeit voller großer und kleiner Momente, voller Erfahrungen und voller Freude, natürlich!
    Ich freue mich schon, bis wir 2 uns mal persönlich über unser 2. Leben austauschen können, denn „It’s not a year in your life but a life in a year“, das hast du bestimmt auch schon festgestellt.
    Liebste Grüße,
    Amelie ❤

    1. Isi Ried sagt: Antworten

      Ach du Süße Danke dir!
      Es freut mich immer unglaublich wenn mein Blog gut ankommt, und natürlich freue ich mich auch dich wieder zu sehen. Ich glaube wir haben uns eine Menge zu erzählen ;)♥

  2. klaus ried sagt: Antworten

    Hallo Isi,
    vielen Dank für den Motivations-blog. Ich bin auch voll motiviert heute mit Mama zum fitness gegangen und „wild entschlossen“ in diesem jahr jede woche zweimal zu gehen. Ich wünsche Dir, viel Erfolg bei Deinen Projekten in Amerika und Deutschland und dass Du das ganze Jahr so motiviert bleibst. Papa

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